Referat vom 8.Januar 2026
Warum züchten wir überhaupt?
Eine interessante Frage am Anfang nahm die Anwesenden in Bann. Reinrassige Bienen zeichnen sich durch ihre Sanftmut, Wabensitz, Hygieneverhalten, Varroatoleranz und Honigertrag aus. Positive Eigenschaften die der Imker sehr schätzt, die Arbeit mit den Bienen erleichtert und Freude bereitet.
Ein kurzes Video von der Killerbiene in Amerika, zeigte uns Christof Lüthi wie die Kreuzung der europäischen und afrikanischen Biene auf dem amerikanischen Kontinent für negative Schlagzeilen sorgt. Da schwindet der Spass an der Imkerei..
https://www.youtube.com/shorts/fuEsBvKiEG4
Rassenzucht aber welche Bienenrasse?
Zur Überfamiliie Apoidea gehören 30000 Arten, zur Unterfamilie Apidae ca. 6000 Arten und 172 Gattungen und da ist die eine Gattung Apis mit 9 Arten vertreten. Eine Art davon ist die Apis mellifera mellifera, auch die dunkle Biene genannt, heimisch nördlich der Alpen.
Eine auszeichnende Eigenschaft der Apis mellifera meliferra ist die Anpassungsfähigkeit der Bienenvolkstärke an das örtliche Klima. Nach der neuen Tierschutzverordnung (seit 01.012025) wird der Erhalt der Schweizer Honigbiene Apis mellifera mellifera zusätzlich vom Bund gefördert. Weiter erzählte Christof Lüthi über die Eigenheit der Anpaarung der Bienen. Eine Bienenkönigin kann von bis zu 20 Drohnen begattet werden. Um die Reinrassigkeit gewährleisten zu können sind A Belegstationen, die in Schutzgebieten liegen, wie das abgelegene Gental ausserordentlich wichtig.
Der Dachverband mellifera.ch fördert die Erhaltung und Zucht der dunklen Biene. Aktive Züchterinnen und Züchter arbeiten in der Zucht und Prüfgemeinschaft zusammen. Zeitgemässe Hilfsmittel wie DNA Analysen und Zuchtwertschätzungssystem kommen dabei zur Anwendung. Christof Lüthi erläutert, wie die Arbeiten am Prüfstand ablaufen. Da ist viel Herzblut und Arbeitseinsatz gefordert um die anonymen Reinzuchtköniginnen zu bewerten, auf Sanftmut, Wabensitz, Hygieneverhalten, Volksentwicklung im Frühling und Sommer, Schwarmverhalten,etc. Akribisch werden die Daten über einen längeren Zeitraum gesammelt und anschliessend dem Dachverband übermittelt. Weitere Infos findet ihr unter: https://mellifera.ch/
Zum Schluss ermuntert der Präsident des Züchterring Bärnbiets Marco Tettamanti die Anwesenden selber zu züchten oder dem Verein beiizutreten oder zu unterstützen. Den Aufwand die Belegstelle Gental zu betreiben und zu unterhalten fordert viel freiwilligen Einsatz und da sind Freiwillige sowie Sponsoren herzlich willkommen. Weitere Infos zum Züchterring Bärnbiet findet ihr unter: https://xn--zb-xka.ch/
Ein interressanter lehrreicher Abend neigte sich nach 2h dem Ende entgegen. Einen riesigen Applaus gabs an Christof Lüthi, Obmann, Betriebsprüfer, begnadeter jahrzehntelanger Züchter und dem Präsidenten Marco Tettamanti. Dem Verein Züchterring Bärnbiet wünschen wir weiterhin viel Erfolg die Schweizer Honigbiene Apis mellifera mellifera oder die dunkle Biene gennant, zu erhalten.